Atoosa Farahmand & Oscar Hagberg : Not A Typical Persian Girl

Atoosa Farahmand & Oscar Hagberg, Performance Vivian Assal Koohnavard; in kuratorischer Zusammenarbeit mit Katharina Koch & Sylvia Sadzinski

Ausstellung, Lesung/Vortrag, Performance

Not A Typical Persian Girl © Atoosa Farahmand & Oscar Hagberg

Eröffnung

6.3.2026 // 19:00-22:00
20:00 Grußwort Katarina Szécsi Åsbrink (Referatsleiterin für Kommunikation, Wirtschaft und Kultur der Schwedischen Botschaft Berlin); Einführung durch die Kuratorinnen
20:30 Performance Atoosa Farahmand & Oscar Hagberg
21:00 Performance Vivian Assal Koohnavard

Ausstellung

7.3.-17.4.2026 // Mi-Sa 16:00-19:00

Buchpräsentation

Atoosa Farahmand & Oscar Hagberg : Not A Typical Persian Girl
7.3.2026 // 17:00

Mit der Ausstellung Not A Typical Persian Girl widmet sich das iranisch-schwedische Künstler*innen-Duo Atoosa Farahmand und Oscar Hagberg den Lebensrealitäten von Frauen und Mädchen in Iran zwischen staatlicher Repression und Widerstand.
Die Islamische Revolution 1979 unterbrach in einschneidender Weise die Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe von Frauen im Iran, die seitdem systematisch entrechtet werden.

Der Tod von Jina Mahsa Amini in Folge brutaler Polizeigewalt löste 2022 landesweite Proteste aus, bekannt unter dem Slogan: Jin, Jiyan, Azadî(Frau, Leben, Freiheit). Angeführt wurden und werden sie von Frauen; mitgetragen jedoch von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, die sich gegen das autoritäre Regime richten. Dieses antwortet mit massiver staatlicher Gewalt beantwortet.

In Fotografien, Installationen, Videos und einer Publikation würdigen Atoosa Farahmand und Oscar Hagberg Frauen und Mädchen, die sich den Entrechtungen widersetzen und ihre Handlungsfähigkeit behaupten. Ihre Arbeiten zeigen die kleinen und großen Akte des alltäglichen Widerstands und heben die Beharrlichkeit, den Mut und die Kreativität von Frauen hervor, die sich in einem unterdrückerischen System zurechtfinden müssen.

Der Titel Not a Typical Persian Girl verweist ironisch auf die Zuschreibung, als gesellschaftlich ‚untypisch‘ zu gelten – während das vermeintlich ‚Typische‘ zugleich durch eine repressive politische Ideologie definiert wird. Tatsächlich ist das angeblich ‚untypische Mädchen‘ eine von Millionen Frauen im Iran, die im Alltag immer wieder Risiken eingehen und Widerstand leisten müssen, um ihr Recht auf ein freies Leben zu behaupten.

Farahmand und Hagberg beleuchten, wie Protest und Spiel, Poesie und Humor im andauernden Kampf für Gleichberechtigung und Demokratie koexistieren, und machen Erfahrungen sichtbar, die oft vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben.
In diesem Sinne ist Not a Typical Persian Girl zugleich eine Anerkennung dieses Kampfes und selbst eine Form des Widerstands. „Wir möchten den Blick auf eine marginalisierte Realität lenken und das Publikum zugleich dazu anregen, sich zu fragen, wie dieser Kampf mit unserem eigenen verbunden ist – und welche Verantwortung wir dabei tragen“, sagen Farahmand und Hagberg.

Not A Typical Persian GirlBuchpräsentation: 7.3.2026 // 17:00

Atoosa Farahmand und Oscar Hagberg stellen ihre kürzlich erschienene Publikation Not A Typical Persian Girl vor, die in Text und Fotografie ihre Recherchen zu Frauenrechten und zur feministischen Bewegung im Iran von 1850 bis heute versammelt sowie aktuellen Stimmen des Widerstands in Form von Interviews mit Frauen und nichtbinäre Personen aus dem Iran und der Diaspora Gehör verleiht.

Biografien

Atoosa Farahmand (1991) ist eine schwedisch-iranische Künstlerin, die in Stockholm lebt. Mit Hilfe von Fotografie, Video, Publikationen und Installationen erforscht sie Widerstand, Identität und Gemeinschaft mit einer Mischung aus schwarzem Humor und Poesie. Ihre Arbeiten beleuchten die Rechte der Frauen im Iran und betonen deren Widerstandsfähigkeit und alltägliche Stärke, geprägt von ihrer eigenen Erfahrung als im Exil lebende Künstlerin, die vom iranischen Regime bedroht wird.

 

Oscar Hagberg (1994) ist ein schwedischer Künstler und Grafikdesigner. Mittels Fotografie, Video, Publikationen und Installationen beschäftigt er sich mit sozialen und politischen Themen wie Männlichkeit, Frauenrechten und sozialen Bewegungen.

Vivian Assal Koohnavard (1994) ist eine schwedisch-iranische Tänzerin. Ihre Tanzausbildung absolvierte sie an der Ballettschule des schwedischen Nationalballetts, an der Royal Swedish Ballet School sowie an der Ballettschule des Hamburg Ballett. Seit 2018 ist sie Mitglied des Staatsballett Berlin.

// nach oben
alpha nova & galerie futura
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.