Dorothy Akpene Amenuke, Sheila Nakitende, Theresah Ankomah: That Those Beings Be Not Being

Dorothy Akpene Amenuke, Sheila Nakitende, Theresah Ankomah; kuratiert von Julia Gyemant und Nantume Violet

Ausstellung

© Julia Gyemant and Nantume Violet

Ausstellung

7.05.-28.05.2022 //
Mi-Sa 16:00-19:00

Eröffnung

6.05.2022 // 18:00

Artist Talk

mit Dorothy Akpene Amenuke, Sheila Nakitende, Theresah Ankomah
21.05.2022 // 18:00 (auf Englisch)

Gefördert von

That Those Beings Be Not Being

Skulptur – Textilarbeiten – Installation

„Relation is knowledge in motion“ – schreibt Edouard Glissant in seinem erstmals 1990 erschienenen Buch Poetics of Relation. Als eine Art umherirrenden Wissens ist „Relation“ in der Lage neue, unerwartete Formen zu gebären, indem sie den festen Boden bekannter Kategorien – der Nation, des Selbst, des Anderen – verlässt und sich in die opaken Zwischenräume begibt. Denn in der Opazität liegt laut Glissant das radikale Potential Systeme der Dominanz zu unterwandern: Was nicht verstanden werden kann, ist nicht zu beherrschen. Was sich nicht auf einen einzigen Sinn begrenzen lässt, das ist frei sich zu bewegen und seine Differenz fortzuschreiben, um eine Vielzahl von Bedeutungen zu produzieren.

Die Arbeiten von Dorothy Amenuke, Sheila Nakitende und Theresah Ankomah, die in dieser Ausstellung erstmals in Deutschland gezeigt werden, bewegen sich in diesem Raum der Opazität, in dem sie Fragen der Vielheit und der Relationalität auf unterschiedliche und komplexe Art und Weise untersuchen.

Dorothy Amenuke (Kumasi, Ghana) erschafft aus gebrauchter Kleidung von Verwandten und Freund*innen monumentale Schriftrollen, in denen sie Beziehungen innerhalb eines multidimensionalen Raums aus kulturellen, sozialen und territorialen Verflechtungen bespricht.
https://www.dorothyamenuke.com/

Sheila Nakitende (Kampala, Uganda) blickt in ihrer Arbeit auf Muster und Verhaltensweisen, die die Entstehung neuer Strukturen bedingen. Dazu erforscht sie die Tiefenstruktur ihres Materials, des Borkentuchs, das aus der Rinde des Baums Ficus Natalensis gewonnen wird und entwirft aus ihr abstrakte Formen, in denen jedoch menschliche Figuren durchscheinen.
https://sheilanakitende.wordpress.com/

Theresah Ankomahs (Accra, Ghana) Installation arbeitet mit geflochtenen Kenaf-Körben, die auf Märkten für den Verkauf von Gemüse verbreitet sind, und erforscht die Resonanzen die aus dem Alltagsgebrauch dieser Objekte im Ausstellungsraum entstehen.
https://www.ankomahtheresah.com/

Die skulpturalen Experimente der drei Künstlerinnen sind in der Ausstellung zu einem Raum konstanter Wandelbarkeit verflochten. Er wird beherrscht von Fragen statt Antworten, von wechselnden Perspektiven statt festgeschriebener Diskurse; ein Raum, in dem Paradoxien ihrer produktiven Ambiguität überlassen werden. That Those Beings Be Not Being: Jenseits grammatikalischer Strukturen, fester Taxonomien und Identitäten begibt sich die Ausstellung in die Wissenslücken, um dort auf die Genese neuer Bedeutungen zu stoßen.

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