Frauenwohnprojekte in Deutschland – eine kurze Geschichte emanzipatorischen Wohnens von Frauen

Prof’in i.R. Dr. Ruth Becker

reading/lecture

Frauenwohnprojekt in München, FrauenWohnen e.G. München.

Vortrag und Gespräch

17.10.19 // 19:00

Die Veranstaltung wird freundlicherweise unterstützt von

Vortrag und Gespräch von und mit Prof’in i.R. Dr. Ruth Becker

Die Geschichte des Wohnens ist auch eine Geschichte von Widerständen gegen die jeweils herrschenden gesellschaftlichen Bedingungen. Das gilt auch und insbesondere für die Geschichte des Wohnens von Frauen, die Alternativen zum vorgegebenen ehelichen Wohnen suchten und u.a. bei den im 12. Jahrhundert entstehenden Beginen fanden. Diese sind Frauengemeinschaften, die seit den 1980er Jahren mancherorts  „wiederbelebt“ wurden, wenn auch in einer Weise, die eher auf den emanzipativen Wohnvorstellungen der ersten und zweiten Frauenbewegung beruhen. Der Vortrag wird sich auf die Entwicklung nach dem zweiten Weltkrieg konzentrieren, von den ersten Wohnhäusern für alleinstehende Frauen bis zu den aktuell entstehenden Projekten. Ein wichtiger Punkt ist dabei das Spannungsverhältnis von Individualität und Gemeinschaftlichkeit, von Hoffnungen und Enttäuschungen, von Möglichkeiten und Grenzen. Grundlage hierfür ist unter anderem eine Befragung von 40 Bewohnerinnen in neun autonomen Frauenwohnprojekten in Deutschland.

Prof’in i.R. Dr. Ruth Becker
Studium der Volkswirtschaft an den Universitäten Stuttgart, Hamburg, Tübingen und München. Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Bauökonomie der Universität Stuttgart. Promotion und Habilitation an der Universität Kassel. 1993 Ruf auf die neu eingerichtete Professur für Frauenforschung und Wohnungswesen in der Raumplanung an der TU Dortmund, seit 2009 emeritiert. Aktiv in der Frauen- und Lesbenbewegung, mehrere Jahre Mitarbeit im Frauencafé und -kulturzentrum Sarah in Stuttgart.

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Die Veranstaltung findet statt im Rahmen von “Feministische Wohngeschichte(n) für die Zukunft. BERLIN, BAUHAUS und DARÜBER HINAUS”, 6.9.-18.10.2019, konzipiert von Felicita Reuschling in kuratorischer Zusammenarbeit mit Katharina Koch.

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